Babyshambles – E-Werk Köln, 13.5.06

von kaete am 4. Juni 2006

in Feierlichkeiten

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Babyshambles die 2. Am vorigen Mittwoch hatte man sich schon einmal auf den Weg gemacht, Radiosender auf Eins live, und somit versorgt mit der neuste Info zwecks Ankunft des Sängers Mr. Doherty, die schon sehnlichst von seinen Bandkollegen und vor allem von seinen Fans erwartet wurde. Er ist nicht gekommen. Auf dem Rückweg zum Auto trifft man auf gemischte Gefühle. Viele sind sauer, die meisten kommen aber wieder, am Samstag.

Und da waren wir nun, das Konzert schon vor 15 Minuten angefangen. Egal. Der erste Blick auf die Bühne in einer heißen Atmosphäre. Alle tragen Frauenkleider. Pete ein dunkelblaugepunktetes, bis zum Bauchnabel aufgeknöpftes. Darunter ein roter Spitzen-BH zu schwarzen Nylons und brauner Perücke. Hm. „Ladyshambles“ also.

Mit Musik hat das ganze bisher noch nichts zu tun. Dem Publikum ist das egal. Ein paar bekannte Akkorde werden angespielt, und man kann erahnen was es werden soll, doch es gelingt einfach nicht ein einziges Lied von vorne bis hinten durchzuspielen. „Wackel-Pete“, verliert sein Mikro, macht Faxen und seine musikalische Begleitung hat sichtliche Schwierigkeiten sich auf den sprunghaften Frontmann einzustellen. Es wird versucht die Pausen mit ein paar jammigen Einlagen zu überbrücken. Ab und zu gelingt es ihnen ein wenig Atmosphäre zu zaubern, aber nicht wirklich. Dann, nach 30 Minuten, Ende. Das war’s? „Und dabei hat er noch nicht mal „Fuck Forever“ gespielt“, dröhnen die Stimmen aus dem Publikum. „Nee, der kommt noch mal raus.“ Die Fans völlig aus dem Häuschen und geben alles, um sie wieder auf die Bühne zu locken. Es ist heißer geworden. Eine halbe Stunde später dann endlich: Babyshambles-Konzert die 2. Umgezogen und irgendwie erfrischt, durch was auch immer, kommt Pete allein auf die Bühne, entschuldigt sich artig, dass er am Mittwoch leider nicht kommen konnte, der Rest geht in frenetischem Gekreische und Applaus unter. Er spielt drei Libertines-Songs, klar, deutlich mit ganz viel Herz und ruft dadurch wieder in Erinnerung, warum man heute überhaupt hier ist.

Dann wieder die Babyshambles vereint. Es weht ein etwas anderer Wind. Die Lieder kommen besser als bei den „Ladyshambles“, aber ein mitreißendes Gefühl will sich nicht einstellen. Vielleicht auch weil sie die Gunst des euphorischen Puplikums für sich entdeckt haben und viel zu viel unverständliches Zeug ins Mikro lallen als Musik zu machen, aber ja, darum geht’s ja auch gar nicht, oder?

Und denen, denen es doch darum ging, war es nach dem Konzert egal.

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1 otic Juni 6, 2006 um 12:47 Uhr

Sehr schön!

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