Attack in Black – Year

von Hififi am 17. April 2010

in Musik!

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Wie nah Attack in Black ihrem Landsmann und Altmeister Neil Young bereits vor einem Jahr gekommen sind, kann „Moon Of Day“ spielend leicht bezeugen. Eben einfach melancholischer Folk-Rock mit verstimmten Gniedel-Gitarren, wie wir es von Crazy Horse gewohnt sind. Ein Novum für die Band, die im Jahre Sieben ihrer Geschichte ihre innere Ruhe gefunden zu haben scheint, begann doch alles in Punk Rock-Gefilden. Das vielgerühmte Vorgängeralbum „Marriage“ war dagegen schon gesetzter und mit „Year (By One Thousand Fingertips)“ werden die Fans der ersten Stunde sicher ihre liebe Mühe gehabt haben. Aber eines lässt sich nicht verleugnen und darin liegt die universelle Stärke, Album Nummer drei versteckt unter all der verspielten Schrammeligkeit fantastische Melodien. Zwischen Gitarrenlärm der Marke Dinosaur Jr. („Birmingham“), der strokeschen Retro-Attitüde und Lo-Fi, mal Folk, mal ins Psychedelische abdriftend, ist den sechzehn Songs die Liebe anzumerken, die ihnen angediehen wurde. Zwar nur in zwei Tagen aufgenommen im elterlichen Keller der Romano-Brüder, wird es wohl doch etwas länger gedauert haben diese detailverliebten und authentischen Tondokumente zu schreiben. Und es klingt dabei wie aus dem Ärmel geschüttelt, so laid back, wie es nur geht. Liedtitel wie „Blood (In The Tracks)“ sind zudem ein eindeutiger Hinweis, wo sich Attack in Black heutzutage sehen: in der Tradition eines Bob Dylan, dessen „Blood On The Tracks“ von 1975 hier sicher Pate gestanden hat. So werden sich hohe Ziele gesteckt und eine weitere Etappe auf dem Weg zum Gipfel genommen. Wenn „Year (By One Thousand Fingertips)“ auch zukünftig die Richtung weist, werden wir noch viel Gutes von den vier Kanadiern hören.

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