Art Brut – It's a bit complicated

von Benjamin am 16. Juli 2007

in Musik!

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Was wurde über diese Band alles geschrieben? Selbst Kulturwissenschaftler an einer Berliner Uni zerbrechen sich den Kopf über Eddie Argos Texte. Dabei sind die wie immer: kleine Alltagssituationen eines (Rock-) Musikfans werden beschrieben, natürlich gepaart mit einem kleinen Augenzwingern. Aber was ist mit der Musik passiert? Doch ein bisschen komplizierter…

Art Brut haben sich verändert, wobei die wichtigste Komponente blieb. Der ausdrucksstarke Sprechgesang mit dem Eddie Argos seine Texte über Musik und Liebe vorträgt. Die Gitarren spielen dazu einprägsame kleine Melodien und es gibt mehrstimmige Refrains. Wobei sich die Hintergrundvokalisten eher mit oooohs und aaaahs begnügen. Insgesamt wirkt alles etwas produzierter, mehr Platz für Gitarrensoli, ein bisschen mehr musikalische Abwechslung. Ich kann Art Brut hier nichts vorwerfen, denn sie verstreuen noch mehr gute Laune. Die rohe Energie des Debuts fehlt einigen vielleicht (sie schimmert noch bei „Direct Hit“ und „St.Pauli“ durch), aber diesmal geht es nicht darum, laut und schnell zu spielen. Hier geht es darum, sich treu zu bleiben und trotzdem neue Elemente in die Songs aufzunehmen, wie die gelegentlich erklingende Trompete und vor allem die dominaten Gitarrenläufe (wie z.B. in „Post soothing out“). Die Texte sollte sich jeder selbst erschließen, erklären tun sie sich von alleine. Passenderweise heißt ein Song „Sounds of Summer“, denn diese Platte klingt wie Sommer. Und wie Freundschaft.

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1 Sterereo Juli 16, 2007 um 13:21 Uhr

Etwas Hififi&Sterereo Trivia dazu? Die Rezi zu Band Bang Rock&Roll war hier damals die erste Rezension die online ging. Seitdem sind fast zwei Jahre her. Damit haben Eddie & Co. auch einen guten Rythmus vorgelegt. Bin mal gespannt, ob es so einen Evergreen wie „I’ve seen her naked – TWICE!“ wieder gibt. Damit mache ich mich nämlich gerne noch auf der ein oder anderen Party zum Affen…es ist aber auch zu köstlich.

2 RockinBen Juli 16, 2007 um 13:42 Uhr

Naja, „Punkrock ist nicht tot“ oder „We are Hamburg School“ sind nicht zu verachten, allerdings ist „I’ve seen her naked twice“ als Textzeile nicht zu toppen. Aber es ist wieder mal ein großer Spaß diesen Lyrics zu zu hören.

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