Arctic Monkeys – Whatever People Say I Am, That's What I'm Not

von Sterereo am 23. Januar 2006

in Musik!

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Per Internetpropaganda zum Millionen-Label-Deal! Klingt unwahrscheinlich, ist aber diesem aktuellsten Hype aus England gelungen. Ein paar Kumpels der Band haben fleißig die Songs übers Netz verteilt und eine riesige Fangemeinde geschaffen. Ausverkaufte Konzerte ohne eine Sinlge oder gar Album auf dem Markt zu haben war das Ergebnis und wer weiß, vielleicht gelingt uns das mit Rich Man In The Sky auch noch?

Es gibt seit längerem schon eine Single der Band „I Bet That You Look Good On The Dancefloor“, fleißige Forenleser wissen bescheid. Doch jetzt gibt es statt einer dick gehypten Single ganze 13 Songs die bestehen müssen.

Jung wie „The Subways“ rock n’ rollt auch diese Band rotzfrech. Die Stimme ist meist etwas verzerrt und hat den typisch blasierten Briten-Aktzent in bester Libertines Tradition. Mit eben diesen haben sie sogar noch mehr gemeinsam, dazu aber später.

Arctic Monkeys sind nicht immer so tanzbar wie ihr Smash-Hit doch auch „Dancing Shoes“ (auf Pole-Position vier platziert) kommt eindeutig daran. Dann gibt es noch einige weniger tanzbare Stücke, die dennoch durch weg gut ankommen. Aber auch leise Töne werden angeschlagen. „Riot Van“ ist eine Ballade an die Obrigkeit in blauem Gewand und rundet als ruhiger Quotensong das Album ab. Hat man sich dann bis zum neunten Track durchgehört stutzt das geschulte Ohr. Kenne ich den Sound nicht? Oder ist es der selbe verrauchte aktzenüberflutete Sprech-Gesang-Gesang? Hab ich „The Libertines“ im Player? Vor allem „Mardy Bum“ aber auch „When The Sun Goes Down” auf „Whatever People Say I Am, That’s What I’m Not” könnte genauso gut auf “Up The Bracket” sein.

Die Liedtitel sind jedenfalls nicht so schnell gelesen, wie die Lieder lang sind. Knapp 2,5 Minuten verbucht nahezu jeder Track auf dem Langspieler, aber es lohnt sich. Der große Hype ist hier wohl weniger verdient als noch bei den großartigen Strokes ihrer Zeit, was aber nicht heißen soll, dass das Album schlecht ist. Lupenrein produziert klingen sie zwar nicht mehr so rotzig wie auf den MP3s, sind aber dennoch mehr in die Rock n’ Roll bis Indie-Rock Schiene zu parken als ihre Landsmänner Maxmio Park oder Hard-Fi, die weitaus poppiger daherkommen. Das wird aus diesem Grund sicherlich einigen gefallen, zu Recht!

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{ 6 Kommentare… read them below or add one }

1 RockinBen Januar 25, 2006 um 12:43 Uhr

Nettes Album! Verstehe den Hype aber nicht. Sind nicht viel mehr als eine weitere gute Rockband, aber auch nicht weniger. Vielleicht entfaltet sich das Album ja beim 5. Hören erst richtig.

2 otic Januar 25, 2006 um 13:10 Uhr

Und wer hat’s vorausgesehen?
😉

3 Sterereo Januar 25, 2006 um 18:24 Uhr

Musste man jetzt kein echter Hellseher für sein, otic. Einzig die Libertines Einflüsse haben mich etwas überrascht. Dennoch ist es ein nettes Album.

4 Gast Januar 27, 2006 um 15:09 Uhr
5 Sterereo Januar 29, 2006 um 18:27 Uhr

Vergessen ein zu loggen, otic? 🙂

Naja, das die Band den MegaHype wohl nur schwer bestätigen können, war doch abzusehen. Obwohl, jetzt im nachhinein ist das leicht zu sagen. Gut möglich, dass ich doch mal euphorischer war. 🙂

6 Gast Januar 30, 2006 um 10:26 Uhr

Wie heißt’s so schön:
Nix wird so heiß gegessen, wie’s gekocht wird…

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