Apocalypto

von Hififi am 29. Dezember 2006

in Film ab!

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Ich bin nach kurzer Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass ich – nachdem ich schön über zwei Stunden meines Lebens diesem Film geopfert habe – einfach keine Lust auf eine fundierte Recherche habe. Also ist das was hier geschrieben steht mit Vorsicht zu genießen und auch nichts weiter als ein kleiner Verriss.

Ich habe damals schon den Fehler gemacht mir „Die Passion Christi“ im Kino anzusehen und jetzt das: „Apocalypto“ steht in Sachen Blutvergießen dem Jesus-Splatterfilm in nichts nach, nur das Mel Gibson das Blut auf mehrere Darsteller verteilt hat. Seine perverse Freude an Folterszenen hat er schon mit „Braveheart“ unter Beweis gestellt und bleibt diesem Prinzip treu. Wo andere Filmemacher dem Publikum gewisse Dinge – und die sind bei „Mad Mel“ immer Ekel erregend – der Vorstellungskraft überlässt, bleibt hier alles plakativ, um nicht stumpf zu sagen. Es gibt eine Szene in der den Verschleppten das Herz bei lebendigem Leib herausgeschnitten wird. Aber brauchen wir das mehrmals auf die Augen? Müssen zehn Minuten Köpfe rollen, bis wir begriffen haben, worum es geht? Hier soll der Niedergang einer Hochkultur gezeigt werden, die sich durch Götzenverehrung und rituelle Grausamkeit definiert. Ein völlig barbarisches, dekadentes Volk, das den Niedergang nun wirklich mehr als verdient hat. So suggeriert der Film.

Im zweiten Teil flieht der Protagonist Pranke des Jaguars (Rudy Youngblood), denn er muss seine hochschwangere Frau retten. Die Bösen wollen ihn aber wieder fangen, und dass ziemlich genau wie damals in „First Blood“ (für Uneingeweihte: „Rambo I“), d.h. er schafft sie sich nach und nach vom Hals.

Und wer jetzt noch eine Handlung erwartet, der hat Pech gehabt, denn es gibt ja noch wichtigeres auf der Welt. In Mel´s Welt: Gewalt und Brutalität.

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