amrand – Tier aus Papier

von Benjamin am 7. Mai 2011

in Musik!

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Amrand sind ein akustisch-melancholisches Duo aus Lauf an der Pegnitz im schönen Franken. Tier aus Papier nennen Torben Sager und Felix Wagner ihr Debut. Und so fragil wie eine gefaltete Papierfigur klingt auch die Musik. Bleibt nur die Frage, warum amrand keinen Plattenvertrag haben.

Eine Gitarre und Bläser erklingen zur ersten Textzeile „Ich hab den Wahnsinn heut gesehn“ des Openers „Ein Spätsommertag“. Die Musik berührt, der Text lässt Raum für eigene Gedanken und vor allem die Posaunen(?)-Melodie bleibt im Ohr. Musik wie ein flüchtiger Augenblick, der prägend für eine ganze Woche sein kann. Die Texte könnten auch als empfindsame Assoziationsgedichte gedruckt werden. Die instrumentale Begleitung aus verspielten Gitarren und gezielt eingesetzten Bläsern, Streichern, Pianos usw. intensivieren aber den zweistimmigen Gesang noch. Es sind Bilder im Kopf, die zu kleinen Filmen werden und die wahrscheinlich – würde man sie visualisieren – Kurzfilmpreise einheimsen würden. Die Musik von amrand inspiriert. Das „Tier aus Papier“ (auf dem Cover ein Vogel) fliegt vor dem inneren Auge. Lässt es der Hörer zu, versinkt er in der Musik und in seinen eigenen Gedanken. Die Musik ist wahrscheinlich zu kunstvoll, zu leise und zu selbstlos, um mal in einem anderen Label als dem Eigenverlag (dem wahrscheinlich größten Label im Indie-Bereich) veröffentlicht zu werden. Schade! Ich jedenfalls bin froh das Album zu besitzen, lass mich jetzt fallen, tauche ein und träume weiter.

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