Alif Tree – Clockwork

von Hififi am 17. Februar 2009

in Musik!

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Nu Jazz? Das führt doch wieder zu nichts. Überhaupt irgendetwas „Nu“ zu nennen, ist doch schon abartig, so wie Limp Bizkit, die ja auch schon alles falsch schreiben. Entweder man schreibt das richtig, oder gibt dem Kind einen vernünftigen Namen, bloß bei Alif Tree’s „Clockwork“ fällt man damit wahrscheinlich auf die Schnauze.

Alif Tree ist erst einmal Toningenieur und das kann in diesem, zumindest halbelektronischen Genre, ja nicht verkehrt sein, nebenbei Radio-Moderator („Le Meilleur des Mondes“) mit beachtlichem Erfolg und die bewegten Bilder untermalt er so ganz nebenbei auch noch. Ein medialer Tausendsassa also.

Aber noch einmal zurück zur Kategorisierung – Jazz natürlich schon, Acid Jazz schon eher, aber, und um das mit einem fulminanten Sampler seines Labels Compost Records zu sagen: „The Future Sound Of Jazz“. Große Namen, wie Aphex Twin oder Nightmares On Wax, haben ihren Beitrag geleistet Compost zu Rang und Namen zu verhelfen. Dann dümpelte diese Reihe aus und ich verlor das Label aus den Augen. Umso mehr freut es mich sagen zu können, dass „Clockwork“ ein ganz besonders gelungener Bastard der verschiedenen elektronischen Macharten geworden ist. Und so geht in diesem Falle sogar der alterwürdige Blues eine verhängnisvolle Affäre mit allerlei Drums und flirrenden Sounds ein, gesungen von Memphis-Legende Tony Joe White. Wenige Minuten später ertönt mit „Mai“ lupenreiner Trip Hop, mit Orchester-Sampling und funcky Basslinie. Gewagt ist das alles, klingt aber fast wie aus einem Guss.

Dass Alif Tree ganz nebenbei noch eine Vielzahl an Instrumenten beherrscht , er beileibe kein reiner Produzent ist, der Passagen aneinander baut, spricht einmal mehr für dieses außergewöhnliche Album. Es bedarf nur ein wenig Fantasie!

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