Alias Caylon – Follow The Feeder

von Honk am 11. März 2009

in Musik!

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Schon seit Wochen liegt das zweite Album von „Alias Caylon“ auf meinem Schreibtisch und wartet darauf meine Gehörgänge zu putzen. Doch jeder Annäherungsversuch war zum scheitern verurteilt. Dabei soll „Follow the Feeder“ doch „wärmer im Klang, dynamischer im Songwriting und atmosphärischer sein als sein Vorgänger“. Manchmal ist es einfach schwierig den Zugang zu finden zu neuen Dingen. Das gilt natürlich, ja vielleicht sogar insbesondere, für Rockmusik, die mich im vorliegenden Fall irgendwie an die Neunziger erinnert. Und bei jedem gescheiterten Anlauf kommt mir immer die bange Frage, liegt es an mir? Ist es vielleicht, weil ich Ostwestfale bin?

Die Sonne scheint heute ab und zu. Und man kann ein bisschen blau am Himmel sehen. Vielleicht funktioniert das Album deshalb besser. Die Musik passt einfach nicht in den Winter. Was haben sich die Jungs aus Norddeutschland nur dabei gedacht, es gerade jetzt herauszubringen? Wahrscheinlich liegt es an Flensburg, ihrem Wohnort, da ist ja sowieso immer Herbst. Drei Jahre haben sie sich Zeit gelassen für „Follow The Feeder“, da hätten doch zwei Monate auch nicht weiter geschadet. Immerhin haben sie die relativ lange „Entwicklungszeit“ gut genutzt. Die Songs wirken reif und mit Liebe zum Detail ausgestattet. Post-Hardcore nennt sich das für mich halbtote Genre in dem „Alias Caylon“ sich, etwas „softer“ als ich aus den Neunzigern gewohnt bin, bewegen. „The Mars Volta“ und „Sparta“ sind wohl die bekanntesten Vertreter in der Gegenwart, wobei „Alias Caylon“ der letzteren näher stehen. Auch wenn der Start ein holpriger war, vermag das Album mir das Genre wieder schmackhafter zu gestalten. Ja, am Ende möchte man fast sagen: „Alias Caylon“ – das flenst!

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