Albert Hammond, Jr. – ¿Cómo Te Llama?

von Sterereo am 11. Juli 2008

in Musik!

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„Was Glück ist, weiß man erst, wenn man geheiratet hat. Und dann ist es zu spät.“, sprach einst der britische Vorzeigekomiker Peter Sellers. Könnte sich unser wuschelköpfiger Gitarrist aus der Strokes-Familie auch gedacht haben. Denn immerhin geht er mit „¿Cómo te llama?“ schon zum zweiten Mal fremd, während seine Hauptband eine Schöpfungspause einlegt.

Auf „Yours To Keep“ lernten wir, dass der adrette Junge mit der Gitarre im Anschlag auch den Mund aufmachen kann. Bei „¿Cómo te llama?“ scheint ihm dieser Umstand erstmal etwas unbehaglich, versteckt er sich mit seiner Band doch schon auf dem Cover. Die Stimme tritt in den Hintergrund und wird, wie in alten Strokes-Tagen bei Julian Casablanca, verzerrt. Oder so rückgekoppelt, dass es nach John Lennon klingt. Logisch, wünscht sich Junior auf der Strokes-Homepage nichts sehnlicher als eine Tour mit den Beatles und Buddy Holly. Trotzdem, der Anzugträger hat keine Gamaschen ungewöhnliche Wege zu gehen. Nachdem das Album mit dem mit bluesigen Soli gespickten „GfC“ und dem ohrwurmtauglichen „Victory At Moterey“ etwas Fahrt aufnimmt, latscht Albert von der Effekt-Pedale auf die Bremse. Unnötigerweise plätschert „Spooky Couch“ minutenlang unmotiviert dahin. Kaum Stimmungsaufbau, wenig Spielereien, keine Ablenkung – pure Langweile. Wer trotzdem durchhält wird mit den typischen Hammond-Gitarren belohnt. Der Luftzug der wedelnden Matte ist bei „G Up“ quasi spürbar.

Wie sich aber jetzt Dr. Seltsam, beziehungsweise Peter Sellers, in das Album geschlichen hat, bleibt auch nach dem wiederholten anhören des in einem geschrienen Hilferuf endenden Songs „Feed Me Jack Or: How I Learned to Stop Worrying and Love Peter Sellers“ ein Rätsel. Oder: Wie ein arbeitswütiger New Yorkers einer spanisch betitelten Platte manchem verspielten Songs einen sinnlosen Anhang verpasst.

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1 Ariane Juli 11, 2008 um 13:15 Uhr

so ganz abwegig ist das spanische bei diesen wurzeln aber auch nicht XD
andererseits isses aber auch nicht ganz einfallsreich sein album „Wie heißt du“ zu nennen.

2 Sterereo Juli 11, 2008 um 13:55 Uhr

Nee, ich weiß. Albert Hammond Senior hat lange in Gibraltar gelebt. Da wird Sohnemann sicher ein paar spanische Broken aufgeschnappt haben.

3 Ariane Juli 11, 2008 um 15:01 Uhr

und mama hammond is da wohl vor allem für die spanischen borcken verantwortlich XD

4 Sterereo Juli 11, 2008 um 18:05 Uhr

Die Mutti is zwar Argentinierin, aber musikalisch nicht ganz so spannend wie der männliche Familienstamm.

5 Iain Juli 12, 2008 um 12:09 Uhr

dafür sprachlich aber ne gute erklärung ;o))

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