Alarma Man – Love Forever

von Benjamin am 28. September 2010

in Musik!

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Wenn Akkorde verquere Wege gehen, wenn nicht das kommt, was man erwartet, dann stellt sich eigentlich nur eine Frage: wie geht eine Band mit dem Akkord oder dem Ton um, der nach dem verqueren kommt? Kommt wieder was verqueres, etwas noch verquereres, oder wird man harmonisch? Man muss sich wahrscheinlich im Klaren sein, dass man den Hörer niemals ganz alleine sein lassen kann, und sich selbst ja sowieso auch nicht. Will ich etwas zerstören, kaputtmachen, nur um danach nichts als Trümmer übrig zu lassen? Alarma Man wollen das auf jeden Fall nicht. Das Schiefe und Verquere gab es im Indie zu genüge, gut und nicht so gut, auf eine andere Art und Weise, als ästhetisches Plateau haben dEUS dieses Schiefe und Kaputtmachen genutzt, Alarma Man nun, mehr als ein Jahrzehnt später, haben dies und andere Einflüsse, und sie nutzen das ganz auf ihre Weise. Schnell geht es hier voran, die Gitarren geschrebbelt und gezupft, die eine spielt den einen Lauf, die andere Gitarre löst sie mit einem anderen Lauf ab, und auch wenn die Spielweise auf Wiederholungen hindeutet, klingt bei „Love Forever“ vieles immer wieder neu. Aber sperrig bleibt es dabei fast immer und recht dunkel durch die düster gesungenen Vocals. Trotzdem geizen Alarma Man dann doch nicht auch mit schönen Melodien. Die werden von den Songs verlangt und Alarma Man geben den Songs gerade soviel davon, dass es nicht zu gefällig wird. Auf „Love Forever“ soll man sich nicht ausruhen aber auch nicht entnervt zusammenklappen.

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