Age of Orange – Across The Shades

von Benjamin am 9. November 2009

in Musik!

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Wie kann ein Zeitalter des Orange aussehen? Es könnte als Gegenentwurf zu einem grauen Alltag gesehen werden, also als bunte Abwechslung gegenüber der eintönigen Gleichförmigkeit. Diese Gleichförmigkeit müsste – im Kontext der Musik gesehen – der Einheitsbrei aus dem Radio sein. Im Radio ist alles gleich klingend, weil im Radio nur Lieder gespielt werden, die fürs Radio produziert, abgemischt und gemastert sind. Es sei denn, es handelt sich um irgendwelche Spezialsendungen. Age of Orange aus Mönchengladbach wollen also Abwechslung bieten und schaffen dies auf „Across the shades“ allerdings nur bedingt. So ganz scheinen sie sich nicht entscheiden zu können, ob sie nun wie U2 oder wie Hoobastank oder doch wie Nickelback klingen wollen oder können, wobei es ja noch ein Spaß wäre herauszufinden, ob es da überhaupt noch einen Unterschied gibt. Auf jeden Fall hätte man sich noch einmal einen Producer wie Uwe Sabirwosky besorgen soll, der das Debütalbum produziert hat. Denn das zweite Album klingt furchtbar schal und leer, ganz so, als hätte man die ein oder andere Idee einfach vergessen. Songs wie „Hiphip shake“ lassen am Anfang eine Leere entstehen, die nicht bewusst eingesetzt ist, um etwa einen Kontrast zu späterem Losbrechen zu erzeugen, denn danach kommt in dem Song auch nichts anderes rum. Der Stilmix auf diesem Album wirkt nicht abwechslungsreich, so als hätte die Band einfach alles in sich und müsste es nur rauslassen, sondern eher als wäre alles nur ein bisschen halbgar vorhanden. Age of Orange scheinen wieder eine Band mit viel gutem Willen und wenig Talent fürs Songwriting zu sein, eben nur Stilmix und nicht Stil.

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