4Backwoods – Be Different Or Die

von Pynchon am 3. Mai 2010

in Musik!

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Nachdem die vierköpfige Kölner Band 4Backwoods in den vergangenen Jahren schon diverse Festival-Auftritte, unter anderem beim Rock am Ring, absolviert und einen Fansong für die Eishockeymannschaft der Kölner Haie eingespielt hat, legen sie nun mit „Be Different Or Die“ ein Album vor, das neben der altbekannten Rock-Attitüde vor allem auf eingängige Melodien setzt.

„Be Different Or Die“, so auch der Opener, ist eigentlich eine Mogelpackung, denn statt unverwechselbar und anders klingen 4Backwoods mit ihrer konventionellen Songstruktur, den etablierten Rhythmuswechseln, den bekannten Gitarrenriffs und dem pathostrunkenen Gesang ziemlich altbekannt. Spontan fallen mir einige Bands aus dem Crossover-Bereich wie H-Blockx oder die Guano Apes ein, während das Gitarrensolo in der Mitte des Stücks verdächtig nach 80er Mainstream-Rock á la Van Halen klingt. Der Song „Crawlers“ beginnt wie eine Metal-Nummer, macht dann zum mehrstimmigen Refrain, durchaus typisch für das gesamte Album, die Biege zu einer Melodic Rock-Ballade, deren raue Schale etwas aufgesetzt wirkt. Rein technisch kann man nichts einwänden, die Jungs beherrschen ihre Instrumente und die Aufnahmen klingen sauber und kraftvoll. Allerdings orientieren sich die Kompositionen doch sehr stromlinienförmig am altbekannten Material des Crossover- bzw. Mainstream-Rock-Genres.

Für Fans von Blink 182 oder Linkin Park dürften die 4Backwoods sicher eine willkommene Ergänzung sein, für mich fehlt es jedoch an einer eigenständigen Note. Das wird auch dann deutlich, wenn sich die Band an einem eher ruhigen Stück wie „Butterfly“ versucht, das sich leider als etwas dünne, allzu oft gehörte Liebes-Ballade entpuppt. Im nächsten Song dann, „Stupid Tragedy“, sind 4Backwoods schon eher wieder in ihrem Element, mit wuchtigem Geradeaus-Rock, der zwar arg konventionell ist, dafür jedoch seinen Zweck als Party-Einheizer erfüllen dürfte.

Zum Abschluß des etwas eintönigen Albums gibt es als Quasi-Zugabe noch die Live-Version eines älteren Songs der Band. „The Dream I Live In“ verdeutlicht mit seinem hymnisch vorgetragenen Refrain, dass die Musik der 4Backwoods wohl live am besten zur Geltung kommt – für den geneigten Mitgröler.

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