1984 – Open Jail

von Hififi am 26. November 2008

in Musik!

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Für mich ist dieses Album eine kleine Sensation. Klar, das hat es mal wieder alles schon gegeben und daraus machen die Drei aus Strasbourg auch keinen Hehl und nennen sich 1984. Gut, damals waren Joy Division längst Geschichte und die sind mit einiger Sicherheit ein großer Einfluss, allgemein sind die 80er allgegenwärtig auf „Open Jail“.

Dieses Debüt ist so richtig schön roh, so herrlich unproduziert, aber zu keiner Sekunde laienhaft. Keine Frage, Etienne Nicolini, Bruno Pelagatti und Thomas Figenwald wissen genau was sie tun und wie das zu klingen hat. Hört euch „Cocooning“ an und wenn dann nicht klar ist, was ich mit roh meine, versucht es mit „Cache Cache“, das dann sogar von der Gitarrenarbeit an Primus erinnert. Da sind die Editors ein Witz gegen, die so sehr den großen Popentwurf herbei gezwungen haben und 1984 klingen so unverbraucht und trotzdem so eingängig. Wahrscheinlich ist ihnen damit sogar Erfolg beschieden, denn Joy Division sind ja seid der Curtis Bio „Control“ schwer angesagt und je häufiger ich dieses Album höre umso mehr klingen 1984 nach den Post Punk-Veteranen. Ich schwimme jetzt mal einfach auf der Welle mit und finde „Open Jail“ ganz uneingeschränkt toll, ach was sage ich, fantastisch.

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1 Sterereo Dezember 9, 2008 um 22:11 Uhr

Unglaublich tolles Album, übrigens. Der erste Durchlauf ist noch etwas befremdlich, wie es vielleicht auch bei Joy Division war, doch danach entfaltet sich erst die Großartigkeit der Musik. Ich hätte nie gedacht, dass es noch bei mir zünden würde, aber es hat geklappt. Höre die Franzosen zuletzt ständig.

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