13 & God – Gebäude 9 Köln, 15.05.2011

von am 14. Juni 2011

in Feierlichkeiten

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Nach dem selbstbetitelten Debütalbum und einer ersten gemeinsamen Tour im Jahr 2005 wurde es recht schnell wieder ruhig um das Musikprojekt 13 & God. Die Weilheimer Indie-Band The Notwist und die Hip-Hop-Formation Themselves aus Oakland konzentrierten sich wieder vermehrt auf eigene Produktionen und so musste man bis Anfang 2011 warten, um wieder etwas von der selbsternannten „Supergroup“ zu hören. Mit dem neuen Album „Own Your Ghost“ im Gepäck spielten 13 & God zum Auftakt ihrer Tour im Gebäude 9 in Köln.

Während ein Großteil des Publikums den lauen Maiabend mit einem Bier in der Hand noch vor der Halle genießt und sich auf 13 & God einstimmt, beginnen Saroos aus München das Gebäude 9 mit elektronischem Indie warmzuspielen. Nach 45 Minuten voll Elektrobeats und vibrierendem Bass, aber ohne großartige musikalische Highlights, wird es dann nochmal Still auf der Bühne, bevor 13 & God die ersten Töne ihrer neuen Single „Old Age“ in die Halle entlassen. Man wird direkt von der besonderen Atmosphäre gefesselt, die Micha Achers Stimme im Zusammenspiel mit den elektronischen Spielereien und dem instrumentellen Soundgeflecht erzeugt. Das hört sich verdammt stark nach The Notwist an und man könnte fast vergessen, dass da ein eigenständiges Bandprojekt aus zwei Bands auf der Bühne steht. Doch schon beim zweiten Stück wird man aus dem Notwist-Kosmos gerissen. Micha Acher klettert hinter das Schlagzeug und überlässt Adam Drucker, dem Frontmann von Themselves, das Mikro. Auf einmal fühlt man sich wie auf einer Hip-Hop Session.

Dieses Wechselspiel zwischen Hip-Hop und Melancholie zieht sich durch das komplette Konzert und ist das Markenzeichen von 13 & God. Allerdings kriegt man leider nur selten den Eindruck, dass sich dort wirklich eine musikalische Einheit auf der Bühne präsentiert. Vielmehr erscheint es oft, als müssten die beiden Bands auf der Bühne erst wieder zusammenfinden und sich an die neuen alten Mitmusiker gewöhnen. Allerdings schienen auch die Umstände des Konzertes nicht perfekt: Martin „Console“ Gretschmann fehlte krankheitsbedingt und somit auch die elektronischen Spielereien und Noise-Effekte, die den Klang der Band maßgeblich mitbestimmen.

Nach nicht einmal einer Stunde und zwei Zugaben ist der Tourauftakt von 13 & God auch schon wieder vorbei und es stellt sich eine gewisse Ernüchterung ein. Vielleicht sollte man die Band am Ende ihrer Tour noch einmal sehen, dann wird die Livequalität sicherlich näher an die Klasse ihrer großartigen Alben herankommen.

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